Apr 28

Kampftag! 1.Mai

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Den Herrschaften in Politik und Wirtschaft mag es besser gefallen, wenn junge Menschen den 1. Mai nutzen, um am Badesee zu liegen oder auf einem Straßenfest einen Cocktail zu schlürfen. Wir lassen uns auf diese Befriedungsangebote jedoch nicht ein. In Anbetracht der Bedingungen am Ausbildungsplatz, der Lohndrückerei und der demütigenden Hartz-Gesetze ist uns nach Feiern nicht zumute. Auch der wieder salonfähige Nationalismus, unzählige faschistische Terroranschläge und deutsche Kriegseinsätze in aller Welt erzeugen keine Partystimmung. Wir wenden uns auch gegen die reaktionäre Umdeutung zum „Tag der Arbeit“. Mit dieser Formulierung knüpfen Medien und Politiker an die Nazitradition des „Tages der nationalen Arbeit“ an. Hierbei geht es um die Klassenversöhnung der deutschen Proletarier mit den deutschen Kapitalisten. Er soll die schaffende Tätigkeit der deutschen Volksgemeinschaft glorifizieren.
Dazu sagen wir Nein: Der 1. Mai ist der internationale Kampftag der Arbeiterklasse. Er ist der Tag, an dem wir uns in Erinnerung rufen, dass der Kapitalismus die Ausbeutung und das Elend, die Unterdrückung und den Krieg notwendig hervorrufen. Ohne kann er nicht existieren. Wir feiern nicht die Arbeit, sondern demonstrieren für kürzere Arbeitszeiten! Wir solidarisieren uns mit allen Bewegungen, die den Kapitalismus aufheben wollen und für die sozialistische Gesellschaft einstehen.
Wir überlassen das Feld kampflos weder dickbäuchigen Gewerkschaftsfunktionären noch der CDU und der SPD. Sie alle sind Profiteure und Verteidiger der Ausbeutung. Sie alle haben den menschenverachtenden Sozialabbau vorangetrieben und zu verantworten. Sie schicken deutsche Truppen in Kriegseinsätze und Waffen an verbündete Despoten.
Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter und nicht ihrer Totengräber!
Sonntag 10:00 auf dem Heronplatz: Kennen lernen, diskutieren und Flagge zeigen!

Mrz 07

Mutig! Stark! Schön! Kämpfende Frauen verändern die Welt

9 März vortrag kleinZum 8. März, dem Internationalen Frauenkampftag, wird vielfach die
doppelte Unterdrückung der Frau angeprangert. Die Fakten sind bekannt:
Auch in Deutschland verdienen Frauen rund ein Viertel weniger als
Männer, die Mehrheit der Alleinerziehenden ist auf Hartz IV angewiesen,
Armut und Niedriglöhne sind weiblich usw. Aber nicht nur die
kapitalistische Ausbeutung lastet auf den Arbeiterinnen. Den Frauen 
wird im Patriarchat die unbezahlten Reproduktionsarbeit (Haushalt,
Kindererziehung, Pflege von Angehörigen usw.) zugewiesen. Das spart 
dem Kapital und seinem Staat Milliarden und sorgt dafür, dass die
Arbeitskräfte am nächsten Tag wieder voll fit die Gewinne der Bonzen
produzieren, die nächste Generation von willigen und billigen
Arbeitskräften herangezogen wird und verbrauchte Arbeiter*innen als
„nutzlose Esser“ nicht etwa vom Kapital durchgefüttert werden müssen,
sondern in den Familien der Werktätigen versorgt werden.
Dass die soziale Lage der Arbeiterinnen mies ist, brauchen wir den
Betroffen nicht zu erklären. Trotzdem ist es schon krass mit zu erleben,
wie sehr die soziale Lage der Mehrzahl der arbeitenden Frauen in der
Öffentlichkeit an den Rand gedrängt wird. Deshalb wollen wir im ersten
Teil unserer Veranstaltung zum Frauenkampftag bewusst das ansprechen,
was viele bürgerliche Frauen, die eher zur Mittelschicht gehören und in
der feministischen Bewegung und ihren Debatten den Ton angeben, aus
ihrer begrenzten Wahrnehmung häufig aus dem Blick verlieren. Read the rest of this entry »

Feb 17

Staatlich verordnete Klassenspaltung

fluechtlinge-fotoDie Flüchtlingsdiskussion nimmt stetig bizarrere Züge an. So beherrscht gegenwärtig ein Vorstoß der CDU die „Debatte“, nach dem Flüchtlingen der Anspruch auf Mindestlohn verweigert werden soll. Die Entrüstung ihrer sozialdemokratischen Freunde ist dabei nur vorgegaukelt. Denn: Während Hartz-IV-Bezieher bereits heute in den ersten sechs Monaten Erwerbstätigkeit kein Anrecht auf Mindestlohn haben, werden Flüchtlinge, so sie als solche anerkannt sind, in das Hartz-IV-System eingegliedert. Das heißt, dass sie so oder so keinen Anspruch auf Mindestlohn haben.

 

Es wird deutlich: Der Bundesregierung geht es bei der Aufnahme der Flüchtlinge nicht um Wohltätigkeit. Das tatsächliche Motiv besteht in der Ausweitung des Niedriglohnsektors. In diesem sind Leiharbeit und kurzfristige Beschäftigungen zu Hungerlöhnen die vorherrschenden Symptome. Solche politischen Scheinauseinandersetzungen werden geführt, um einheimische Arbeiter und Arbeitslose gegen Flüchtlinge auszuspielen und diese als Konkurrenten zu stilisieren. Indem somit nationalistischen Irrwegen Vorschub geleistet wird, wird die Arbeiterklasse weiter gespalten. Die Profiteure sind dabei die Kapitalisten, die zu Hungerlöhnen produzieren können, während sich die Ausgebeuteten untereinander anfeinden.

Feb 01

Cottbus: Antirassistisches Fussballturnier

12509913_203837083296077_4192144551990061733_nAm 6. Februar 2016 um 11.00 Uhr fin­det in Cott­bus ein Fuß­ball­tur­nier gegen die ras­sis­ti­schen Zustände in unse­rer Gesell­schaft und für ein soli­da­ri­sches Mit­ein­an­der von Men­schen jeg­li­cher Her­kunft statt.

Deutsch­land hat ein Pro­blem mit Flücht­lin­gen, denn das Boot ist voll mit Rassist*innen. Die Flüch­ten­den, die Elend und Gewalt ent­kom­men sind, sehen sich in Deutsch­land zur Zeit mas­siv Beschimp­fun­gen und Gewalt aus­ge­setzt. Offene Neo­na­zis, natio­na­lis­ti­sche Bür­ger­weh­ren und ras­sis­ti­sche Politiker*innen tun ihr Mög­lichs­tes, um die Situa­tion für sich aus­zu­nut­zen. Doch nicht nur offene Gewalt ist das Pro­blem. Rassist*innen ver­brei­ten abscheu­li­che Gerüchte über fins­tere Absich­ten und kri­mi­nelle Ener­gien der Refu­gees und ver­su­chen so ihre natio­na­lis­ti­sche Agenda zu unter­mau­ern. Skep­sis und Vor­ur­teile gegen­über den ver­meint­lich „Frem­den“ grei­fen immer wei­ter um sich.

Wir machen uns statt­des­sen selbst ein Bild und ler­nen die Men­schen ken­nen, die bei uns Zuflucht suchen. Weil wir wis­sen, dass Men­schen aus aller Welt ganz fan­tas­ti­sche Nachbar*innen, Kolleg*innen und Freund*innen sein kön­nen und weil wir wis­sen, dass die Flüch­ten­den nicht allein gelas­sen wer­den dür­fen, laden wir euch dazu ein, bei einem anti­ras­sis­ti­schen Fuß­ball­tur­nier mit Refu­gees aus Cott­bus und Umge­bung zusam­men zu zocken.

Wir for­dern Fair­play und Blei­be­recht für alle!
Cott­bus braucht Viel­falt und Ver­stand statt rech­ter Propaganda.

Kommt am 6. Februar 2016 um 11.00 Uhr zur Turn­halle der Sach­sen­dor­fer Ober­schule (Schwarz­hei­der Straße 7, 03048 Cott­bus) und spielt mit uns ein paar Run­den oder infor­miert euch zu den Aktio­nen gegen den bevor­ste­hen­den Nazi­auf­marsch am 15.02.

Kein Heim­spiel für Nazis in Cott­bus! Kein Mensch ist illegal!

Wei­tere Infos unter: antirafussballcb.blogsport.de

Dez 30

Abbau bürgerlich-demokratischer Rechte in Polen und Ungarn.

http://www.deutschlandradiokultur.de/media/thumbs/e/ef35f61827ef4a014882c6462d5685d1v1_max_635x357_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg

 Während seit 2010 die faschistoide Fidesz-Partei unter Führung Viktor Orbàns Ungarn regiert, errang nun die rechte PiS die absolute Mehrheit im polnischen Parlament. In Ungarn wurden bereits Gesetze und Institutionen geschaffen, die die demokratische Teilhabe der Bevölkerung massiv einschränken. Nun macht sich die neue Regierung um Ministerpräsidentin Beata Szydło daran, bürgerlich-demokratische Rechte auch in Polen einzustampfen. Das erste Opfer ist das Verfassungsgericht, dem Auflagen aufgedrückt wurden, unter denen es praktisch handlungsunfähig ist und somit als Kontrollorgan ausscheidet.
Diese Entwicklungen markieren keine vorübergehenden Übel. Sie sind Teil eines reaktionären Staatsumbaus, der sich in vielen europäischen Ländern vollzieht oder zumindest andeutet. Somit wird es den Herrschenden vereinfacht, soziale Protestbewegungen, die mit der voranschreitenden Krise notwendig auftreten werden, repressiv niederzuschlagen.

Dez 06

Nein zum Krieg!

Es ist wieder einmal so weit: Deutschland führt Krieg. sag-nein-zum-krieg_DLF207806

Am Freitag beschloss der Bundestag die Entsendung von 1.200 Soldaten, mehreren Kampfflugzeugen und einer Fregatte in das östliche Mittelmeer. Nach der militärischen Zerschlagung Jugoslawiens, der Intervention in Afghanistan und der Sicherung von Handelswegen vor Somalia steht mit dem Übergriff auf Syrien ein weiterer Militäreinsatz Deutschlands unmittelbar bevor. Vornehmlich gehe es um die Unterstützung Frankreichs und den Kampf gegen den IS. Doch dies ist nur ein Vorwand. Während die Bilder des grausigen IS-Terrors den Krieg gegen ihn legitimieren sollen, liefert die BRD Panzer und anderes Militärgerät an die Regionalmacht Saudi-Arabien. Eben dieses Saudi-Arabien unterstützt die Mörderbanden des Islamischen Staates massiv und hilft dessen Einfluss auszuweiten. Die Türkei, als enge Verbündete Deutschlands, sieht im IS einen Erfüllungsgehilfen im Kampf gegen die verhassten Kurden und den syrischen Staat als regionalen Konkurrenten. Read the rest of this entry »

Okt 20

Vortrag: Kobanê und der Aufbau basisdemokratischer Strukturen in Nord-Kurdistan

In Zeiten massiver staatlicher Repression, dem Kampf um Kobanê und einem
ins Stocken geratenen Friedensprozess zwischen den Guerillas der PKK und
dem türkischen Staat, wird ungeachtet dessen der Aufbau eines Rätesystems
in Kurdistan weiter voran getrieben. Frauen-, Jugendräte und weitere
Formen der Selbstorganisation von unten sowie kommunale Selbstverwaltungen
werden geschaffen. Diese Strukturen existieren jenseits von Staat, Macht
und Kapital und stellen eine Antwort auf kapitalistische Ausbeutung sowie
militärische und biopolitische Unterdrückung dar.

Im März 2015 waren die Referent*innen Teil einer internationalistischen
Delegation, welche mit YXK, dem kurdischen Studierendenverband, den
türkischen Teil Kurdistans bereisten.

Wo? QuasiMono

Wann? 26.10 – 19:30 Uhr

 

Okt 11

Krieg dem Internationalen Kriege – 100 Jahre Zimmerwalder Konferenz

Vom  5. bis zum 8. September 1915 folgten kommunistische und sozialdemokratische Köpfe aus 12 Ländern der Einladung des Schweizers Robert Grimm nach Bern, um von dort aus mit 4 Postkutschen  in ein kleines Bergdorf namens Zimmerwald zu fahren. Thema der einberufenen Konferenz war die damalige Burgfriedenpolitik in vielen europäischen Staaten. Die dort gefassten Beschlüsse der 37 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, unter denen sich auch Rosa Luxemburg und Wladimir Iljitsch Lenin befanden, waren maßgeblich für die Erfolge der russischen Revolution 1917 und der Aufstände 1918 in Deutschland und Ungarn verantwortlich.

100 Jahre später erhielten wir ebenfalls eine Einladung aus der Schweiz.  Der Revolutionäre Aufbau lud uns zum Jubiläum der Zimmerwalder Konferenz nach Zürich ein. Einerseits wollte man diesem historischen Ereignis gedenken und andererseits sich intensiv mit den damaligen Inhalten befassen und versuchen sie mit unserer heutigen politischen Arbeit in Verbindung zu setzen. Read the rest of this entry »

Mai 26

Angriff auf das Hausprojekt “Zelle 79″

zelle angriffIn Cottbus wurde in der Nacht vom 23.5. zum 24.5. gegen Mitternacht das Hausprojekt „Zelle79“, welches vom „Verein für ein multikulturelles Europa e.V.“ getragen wird, von mehreren Unbekannten angegriffen. Durch massive Gewalteinwirkung versuchten sie, sich Zutritt zu den Räumlichkeiten des Hauses zu verschaffen. Dabei wurde die Eingangstür demoliert. Die Außenfassade des Hauses wurde mit mehreren Keltenkreuzen, einem rassistischen Symbol, beschmiert. Darüber hinaus zerstörten die Angreifenden eine Fensterscheibe. Vor dem Haus wurde unter Anwendung von Pyrotechnik Feuer gelegt. Während des Angriffs skandierten sie die Parolen „Deutschland den Deutschen“ und „Ausländer raus“. Besorgte Anwohner_innen verständigten die Polizei. Der Brand konnte vor dem Eintreffen der Polizei gelöscht werden. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Personen im Haus, von denen glücklicherweise niemand verletzt wurde. Read the rest of this entry »

Mai 05

8. Mai Tag der Befreiung – Musik, Buffet, Fotoausstellung, Kundgebung, Demo

befreiung link pageAm 08. Mai jährt sich der Sieg über das faschistischen Deutschland zum siebzigsten Mal. In seiner viel beachteten Rede aus dem Jahre 1985 wertete der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker den 08. Mai 1945 als die Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Wir möchten dem Tag, an dem der zweite Weltkrieg in Europa sein Ende fand, gemeinsam gedenken. Als am 08. Mai 1945 die deutsche Wehrmacht an allen Fronten bedingungslos die Waffen strecken musste, wurden den Deutschen nicht nur die Mordwerkzeuge aus den Händen geschlagen. Ihnen wurde gleichzeitig die Chance eröffnet, sich einen Weg zu Anstand und Ansehen zu suchen. Wir wollen an diesem 08. Mai aber auch dazu mahnen, das in Deutschland diese Chance nicht leichtsinnig verspielt wird. Statt humanistische Ideale verwirklicht zu haben, greift die herrschende Klasse in Deutschland wieder nach der Macht über ganz Europa. Read the rest of this entry »

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